Janina Falk – Eine Kämpferin, die uns alle inspiriert
Janina Falk ist weit mehr als eine Paraschwimmerin. Sie ist ein Mensch, der zeigt, was möglich ist, wenn man niemals aufgibt – ganz egal, wie schwierig der Weg beginnt.
Geboren 2003 in Österreich, startete Janina in ein Leben voller Herausforderungen. Sie wuchs ohne ihre leiblichen Eltern auf, verbrachte ihre ersten Lebensjahre in einem Kinderheim und fand später in einer liebevollen Pflegefamilie ihr Zuhause. Eine Diagnose begleitete sie von da an durchs Leben: Fetales Alkoholsyndrom (FASD) – eine unsichtbare Behinderung, die ihren Alltag bis heute prägt und viele Situationen komplizierter macht, als Außenstehende ahnen.
Doch Janina ließ sich niemals aufhalten.
Wo alles begann: im Wasser
Mit acht Jahren entdeckte sie im Schwimmen etwas, nach dem sie lange gesucht hatte: Freiheit, Ruhe und innere Stärke. Im Wasser konnte sie Belastendes hinter sich lassen – die Zweifel, die Herausforderungen, ihren schweren Start. Hier fühlte sie sich zum ersten Mal vollkommen richtig.
Und schon früh wurde klar: Janina hat Talent. Und Herz. Ganz viel Herz.
Vom Beckenrand zur internationalen Bühne
Mit Disziplin, Mut und beeindruckendem Willen kämpfte sie sich Schritt für Schritt nach oben. Heute zählt sie zu Österreichs erfolgreichsten Paraschwimmerinnen ihrer Klasse. Auf internationalen Bewerben geht es für sie nicht nur um Medaillen – sie kämpft auch für Sichtbarkeit und Verständnis für Menschen mit unsichtbaren Behinderungen.
Janina schwimmt nicht nur für sich.
Sie schwimmt für all jene, die zu oft unterschätzt werden.
Paraschwimmen & internationale Erfolge
Schon in jungen Jahren zeigte sich Janinas sportliche Stärke:
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2015: Gold bei den European Para Youth Games
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2016: Mehrfache Medaillengewinnerin bei der INAS-Europameisterschaft
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2017–2025: Weitere internationale Medaillen und österreichische Rekorde
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Paralympische Spiele: Teilnahme in Tokio 2020 und Paris 2024 – als erste österreichische Schwimmerin mit mentaler Beeinträchtigung überhaupt
Auch wenn sie bisher kein Paralympics-Finale erreicht hat, sammelt sie wertvolle Erfahrungen und zählt konstant zu den besten Athletinnen ihrer Klasse.
Warum so viele Menschen Janina lieben
Menschen schätzen an ihr nicht nur ihre sportlichen Leistungen, sondern vor allem ihre Persönlichkeit:
❤️ Sie gibt nie auf.
❤️ Sie zeigt Stärke – auch dann, wenn es besonders schwer ist.
❤️ Sie bleibt authentisch, im Sport wie im Leben.
❤️ Sie inspiriert andere, an sich selbst zu glauben.
Ihre Geschichte beweist:
Es ist egal, wo du startest. Entscheidend ist, wohin du schwimmst.
Schulbildung – Ein Weg voller Entdeckungen
Janina wurde integrativ beschult, wodurch sie trotz FASD bestmöglich unterstützt wurde. Die ersten Schuljahre verbrachte sie in der Löwenschule Aspern in einer Integrationsklasse. Danach wechselte sie an das ERG Donaustadt, wo sie Unter- und Oberstufe als Integrationsschülerin absolvierte. Besonders prägend war ein Schulprojekt, in dem sie ihre Talente einbringen und neue Fähigkeiten entwickeln konnte.
Mit 18 Jahren schloss sie ihre Schulzeit erfolgreich ab – ein wichtiger Meilenstein, auf den sie heute stolz ist.
Mein Weg mit dem BLuE-Programm
Mit 18 begann Janina ihr Studium an der Pädagogischen Hochschule Salzburg – ein großer Schritt, denn sie lebt mit einer Beeinträchtigung und benötigt im Alltag viel Unterstützung. Durch ihre Mutter erhielt sie einen der begehrten Plätze im BLuE-Programm, das jährlich nur zwei Studierende aufnimmt.
BLuE – Bildung, Lebenskompetenz und Empowerment – bedeutete für sie vor allem: wachsen, dazugehören, Fähigkeiten entdecken und selbstständiger werden.
Vier Jahre lang lernte sie, entwickelte sich weiter und sammelte wertvolle praktische Erfahrungen. Im Juni dieses Jahres schloss sie ihr Studium erfolgreich ab – ein Moment voller Stolz und Dankbarkeit. Unterstützt wurde sie dabei stets von ihren Eltern und von ihrer Assistenzhündin Isabella, die ihr Sicherheit gibt und sie verlässlich durch den Alltag begleitet.
Parallel zu ihrem Studium trainierte sie bei der Schwimm Union Generali Salzburg in Rif – als erste Schwimmerin mit Behinderung, die in der Leistungsgruppe trainieren durfte.
Unterstützt wird sie im Alltag von ihrer Assistenzhündin Isabella, die ihr Sicherheit gibt, beim Orientieren hilft und sie bei stressigen Situationen begleitet.


