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Über mich

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Über mich

Mein Weg 

Janina Falk

Österreichische Paralympionikin.
Leistungssportlerin.
Pionierin im internationalen Spitzensport für Menschen mit mentaler Behinderung.

Wenn du mich schwimmen siehst, siehst du das Ergebnis.
Ich möchte dir die Geschichte dahinter erzählen.

Ich glaube daran, dass jeder Mensch die Chance verdient, seinen eigenen Weg zu gehen.

Denn nicht jede Behinderung ist sichtbar.
Und kein Erfolg erzählt jemals die ganze Geschichte.

Ich bin Janina Falk und vertrete Österreich auf internationaler Ebene im Paraschwimmsport.

Ich durfte mein Land bereits bei den Paralympischen Spielen in Tokio und Paris vertreten und habe auf meinem Weg viele sportliche und persönliche Meilensteine erreicht.

Mein Weg war nie gewöhnlich.

Ich habe gelernt, dass Entwicklung Zeit braucht und dass Vertrauen, Unterstützung und echte Chancen Dinge möglich machen können, die viele Menschen zunächst nicht erwarten.

Trotz aller Herausforderungen gehe ich meinen Weg jeden Tag weiter.

Weil ich gelernt habe, an meine Möglichkeiten zu glauben und niemals aufzugeben.

Die zwei Seiten einer Medaille

Wenn Menschen meinen Namen hören, denken viele an Paralympics, internationale Wettkämpfe, Medaillen und sportliche Erfolge.

Was viele nicht sehen:

Ich lebe mit FASD – einer unsichtbaren mentalen Behinderung, die meinen Alltag bis heute in vielen Bereichen beeinflusst.

Sportlicher Erfolg bedeutet nicht automatisch, dass ein Mensch seinen Alltag selbstständig bewältigen kann.

Während ich im Wasser um Bestzeiten kämpfe und über 50 Staatsmeistertitel erreichen durfte, verlangen Dinge, die für andere junge Erwachsene selbstverständlich sind, von mir täglich wesentlich mehr Kraft, Energie und Unterstützung.

Gerade deshalb ist es mir wichtig zu zeigen, dass Menschen mit Behinderung oft viel mehr leisten müssen, als andere von außen erkennen.

Mein Alltag hinter den Kulissen

Die größten Herausforderungen beginnen oft abseits des Beckenrandes.

Viele Reize, unbekannte Situationen oder größere Menschenmengen führen bei mir schnell zu Überforderung.

Öffentliche Verkehrsmittel kann ich bis heute nicht selbstständig nutzen.

Meine Assistenzhündin Isabella gibt mir im Alltag Sicherheit und hilft mir dabei, schwierige Situationen besser zu bewältigen.

Auch auf meinem sportlichen Weg bin ich bis heute auf tägliche Unterstützung angewiesen.

Meine Familie begleitet mich seit vielen Jahren täglich zum Training, organisiert meinen gesamten sportlichen Alltag und unterstützt mich seit Beginn meiner internationalen Karriere bei Reisen, Trainingslagern und Wettkämpfen im In- und Ausland.

Eine unsichtbare Behinderung verschwindet nicht, nur weil Erfolge sichtbar werden.

Echte Inklusion bedeutet, den ganzen Menschen zu sehen – auch das, was für andere unsichtbar bleibt.

Manchmal fordert der Weg alles

Die letzten zwei Jahre waren die größten Herausforderungen meines bisherigen Weges.

Neben meinem Studium im BLuE-Programm an der Pädagogischen Hochschule Salzburg trainierte ich täglich im Leistungssport und musste gleichzeitig lernen, mit einem völlig neuen Alltag außerhalb meines gewohnten Umfeldes umzugehen.

Diese dauerhafte Doppelbelastung brachte mich körperlich und mental immer wieder an meine persönlichen Grenzen.

Die enorme Belastung wirkte sich spürbar auf meine sportliche Entwicklung aus und meine Leistungen gingen deutlich zurück.

Mit den sportlichen Leistungen reduzierten sich auch wichtige Förderungen, die für meinen weiteren Weg im Leistungssport eine große Rolle spielen.

Oft sehen Menschen nur Ergebnisse.

Was viele nicht sehen:

Hinter jeder einzelnen Leistung stehen bei mir wesentlich höhere Anstrengung, mehr Unterstützung und ein täglicher Kraftaufwand, den andere oft nicht erkennen.

Seit dem Abschluss meiner Ausbildung kann ich mich wieder vollständig auf meinen sportlichen Weg konzentrieren.

Seitdem entwickelt sich vieles wieder sehr positiv und meine Leistungen steigen wieder deutlich an.

Mein nächstes großes Ziel steht bereits fest:

Die Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

Der Weg zurück an die internationale Spitze verlangt von meiner Familie und mir weiterhin enormen persönlichen, zeitlichen und finanziellen Einsatz.

Doch Aufgeben war für mich noch nie eine Option.

Was bleibt

Viele Menschen sehen meine Erfolge.

Nur wenige sehen, wie viel Unterstützung hinter diesen Erfolgen täglich notwendig ist.

Wenn du mich im Wasser siehst, fühle ich mich frei.

Doch echte Inklusion bedeutet, nicht nur Leistungen zu bewerten, sondern den ganzen Menschen zu sehen – auch das, was unsichtbar bleibt.

Mein Weg zeigt:

Menschen mit Behinderung können Außergewöhnliches erreichen.

Wenn man ihnen Vertrauen schenkt, sie unterstützt und ihnen echte Chancen gibt.