Tag der Inklusion – Ein Beitrag von Janina Falk
Heute ist Tag der Inklusion – ein Tag, an dem wir uns bewusst machen dürfen, wie wertvoll Vielfalt ist und wie wichtig es bleibt, Barrieren abzubauen.
Ich, Janina Falk, möchte diesen Anlass nutzen, um über ein Thema zu sprechen, das mich persönlich betrifft und doch häufig übersehen wird: unsichtbare Behinderung.
FASD – eine Diagnose, die man nicht sieht, aber die mich begleitet
Ich lebe mit Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD). Diese Form der Behinderung ist von außen nicht erkennbar.
Ich sehe „gesund“ aus – und genau das führt im Alltag oft zu Missverständnissen. Menschen erwarten, dass ich dieselben Leistungen, dieselbe Belastbarkeit und dieselben Reaktionen zeigen kann wie andere. Doch FASD begleitet mich ständig:
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Mein Gehirn verarbeitet Informationen anders.
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Strukturen und Routinen sind für mich essenziell.
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Reize können schnell überfordern.
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Situationen, die einfach wirken, kosten mich manchmal enorme Kraft.
Unsichtbar heißt nicht weniger real
Unsichtbare Behinderungen werden oft unterschätzt. Sie passen nicht zum Bild, das viele im Kopf haben.
Aber gerade deshalb ist es wichtig, darüber zu sprechen.
Ich wünsche mir, dass Menschen genauer hinschauen, geduldiger sind und verstehen, dass nicht jede Behinderung sichtbar ist.
Inklusion bedeutet: Raum schaffen für alle – egal ob sichtbar oder unsichtbar
Inklusion heißt für mich, dass jede*r so angenommen wird, wie er oder sie ist.
Dass Menschen mit unsichtbaren Einschränkungen ernst genommen werden.
Dass Unterstützung ohne Bewertung angeboten wird.
Und dass niemand sich verstecken oder rechtfertigen muss, um dazuzugehören.
Mein Weg – sichtbar machen, was andere nicht sehen
Als Para-Sportlerin habe ich gelernt, dass man über seine Grenzen hinauswachsen kann – aber auch, dass es ohne Verständnis und Rücksicht keine echte Chancengleichheit gibt.
Ich möchte Mut machen:
🟣 Mut, anders zu sein.
🟣 Mut, Hilfe zu brauchen.
🟣 Mut, sich zu zeigen – mit allem, was dazugehört.
Zum Tag der Inklusion wünsche ich mir…
…dass wir alle aufmerksam sind,
dass wir Vorurteile loslassen,
und dass wir Menschen mit unsichtbaren Behinderungen mehr Glauben, Vertrauen und Offenheit schenken.
Denn Inklusion beginnt nicht bei dem, was wir sehen,
sondern bei dem, was wir bereit sind zu verstehen.
Neuer österreichischer Rekord über 50 m Schmetterling
Bei den Clubmeisterschaften des SC Diana konnte ich ein starkes Ausrufezeichen setzen:
Mit einer Zeit von 30,79 Sekunden über 50 Meter Schmetterling wurde ich Clubmeisterin und habe gleichzeitig einen neuen österreichischen Rekord in der Startklasse S14 aufgestellt.
Besonders stolz bin ich darauf, dass ich damit meinen eigenen, seit drei Jahren bestehenden Rekord erneut unterbieten konnte. Dieser Erfolg zeigt mir, wie sehr sich die harte Arbeit, das kontinuierliche Training und mein Fokus in den letzten Monaten gelohnt haben.
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Die Österreichische Sporthilfe hat zum Charity-Xmas-Bowling in den Kugeltanz im Wiener Prater geladen – und ich war mit großer Freude dabei!
Es war ein richtig schönes Wiedersehen und Miteinander mit so vielen beeindruckenden Sportler:innen: Benny Wizani am Trampolin, Paracycler Franz-Josef Lässer, Beachvolleyballer Robin Seidl, Para-Kletter-Ass Angelino Zeller, Wasserspringer Anton Knoll, Para-Schwimm-Vizeweltmeister Andreas Ernhofer, der ehemalige Judoka Christian Luger, Fechter und EM-Medaillengewinner Michael Ludwig, Diskuswerfer-Legende Gerhard Mayer, Karate-Weltmeisterin Doris Gwinner, Ex-Ruderer Harald Faderbauer, der frühere Profigolfer Niky Zitny, Para-Kletterin Jasmin Plank – und viele mehr.
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Starker Abschluss beim Cupfinale 2025 in Eisenstadt
Das Cupfinale 2025 in Eisenstadt war für mich ein wichtiger Wettkampf zum Saisonabschluss. In der internationalen Top-Gruppe konnte ich mich durchsetzen und den Sieg vor Andreas Ernhofer und Jakob Schumacher holen. Besonders gefreut hat mich, dass ich an diesem Tag die höchste Punktzahl aller weiblichen Schwimmerinnen über sämtliche Behinderungsklassen erreicht habe.
Auch wenn die Cupwertung nicht zu den großen internationalen Bewerben zählt, war dieser Wettkampf für mich ein wertvoller Gradmesser. Er hat mir gezeigt, wo ich stehe und dass die intensiven Trainingswochen der letzten Monate Wirkung zeigen. Solche Rennen geben mir Klarheit und Selbstvertrauen – genau das brauche ich auf meinem Weg zu den nächsten großen Zielen.
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